SP26 SHIFTING PERSPECTIVES: THE JOY OF THE UNKNOWN

Movement Research & Improvisation Summer Intensive with Maciej Sado

Dates

10.08.–14.08.26, 18:15 – 19:45

Level

Open Level

Participation Fee

Workshop
60€ marameo members
75€ non-members

Drop-in
13€ marameo members
16€ non-members

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Workshop

Der Summer Intensivkurs: Movement Research and Improvisation ist eine Erweiterung des etablierten Formats, das bei Marameo im Rahmen der Dienstagabend-Sessions entwickelt wurde.

Dieser Intensivkurs bietet die Möglichkeit, die Erforschung von Bewegung zu vertiefen – insbesondere, wie Bewegung aus dem Inneren heraus entsteht, wie der Körper in Bewegung beobachtet werden kann und wie Freude am Tanzen entwickelt und neue Zugänge dazu gefunden werden können. Der Workshop ist offen für alle Levels und ist so konzipiert, dass er sich über die Woche hinweg aufbaut.

Er basiert auf verschiedenen somatischen Ansätzen und Bewegungsforschungsansätzen (u. a. BMC, Body Weather, Nothing, Butoh, Alexander-Technik etc.) sowie auf kollektiver Fragestellung, geteilten Werkzeugen und dem bereits im Körper vorhandenen verkörperten Wissen der Teilnehmenden.

Im Verlauf des Prozesses arbeiten wir intensiv mit Mustern (eine bekannte Obsession von mir), die im Raum und im Körper entstehen – etwa in Bezug auf Raum, Musik, Blick, Zeit, Objekte und Komposition. Diese Muster werden sowohl praktisch als auch durch Beobachtung anderer untersucht, wodurch unterschiedliche Perspektiven auf Bewegung entstehen und sich diese verändern, verschieben, transformieren und Wandel zulassen können.

Langsam lösen wir uns dabei vom „Bekannten“ hin zum manchmal unangenehmen, aber deutlich fruchtbareren Raum des „Nicht-Wissens“. Wir arbeiten mit strukturierten Improvisations-Scores, die unser Verständnis davon herausfordern und erweitern, was Tanz sein kann und was ein tanzender Körper werden könnte.

Maciej Sado

Maciej Sado ist Choreograf, Tänzer, Performer, Dramaturg, Lehrer und Kurator. Er hat einen Master of Arts der AdBK Nürnberg, einen Bachelor in Choreografie der SNDO (School for New Dance Development) an der AHK Amsterdam sowie ein Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wrocław abgeschlossen.

Als queerer Künstler beschäftigt er sich mit der Infragestellung von Normativität in all ihren Formen sowie mit sozio-politischen und geopolitischen Körper- und Bewegungsbildern. Ihn interessieren Zwischenräume, ontologische Brüche und das Spektrum statt der Extreme – mit dem Ziel, eindeutige Interpretationen zu vermeiden. Seine Sensibilität reicht von Geistern, Maximalismus, Camp, dem Unheimlichen und spekulativem Realismus bis hin zu Hunden.

Im Tanz arbeitet er häufig mit einer Art „erweiterter Realität“, die er durch seinen Körper projiziert und in deren parallelen Welten er sich bewegt und verliert. Seit 2021 leitet er die Gruppe Patriarchs Anonymous – ein Forschungsprojekt zur Erweiterung queerer und feministischer Männlichkeiten. Ein großer Teil seiner Praxis besteht darin, andere Künstler*innen zu unterstützen und kollaborative Prozesse zu begleiten. Dabei hilft ihm sein selbst entwickeltes Konzept der „Dynamic Dramaturgy“.

Er arbeitete u. a. mit Ola Maciejewska, Florentina Holzinger & Vincent Riebeek, Fernando Belfiore, Laima Jaunzema, Colette Sadler, Sebastian Matthias, Tino Sehgal, Colin Self, Peaches und weiteren Künstler*innen zusammen. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen europäischen Theatern, Galerien und Festivals gezeigt.

2016 war er DanceWeb-Stipendiat beim ImPulsTanz Festival in Wien. Seit 2019 ist er Mitglied des Künstlerkollektivs KuLe in Berlin.