SP26 CONTACT IMPROVISATION FESTIVAL
Contact Improvisation Festival
Classes & Workshops for all levels!
Dates
20.07. – 24.07.26
15:00 – 17:30 Workshop with Ka Rustler
19:00 – 21:00 Contact Improvisation Class
21:00 – 23:00 Jam
Level
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Participation Fee
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Flowing Between – Intensive with Ka Rustler
Termine
20.07. – 24.07.26, 15:00 – 17:30 (Mo–Fr)
Level
With CI Experience
Workshop Beschreibung
Basierend auf den Prinzipien des Body–Mind Centering® erforscht dieser Intensivkurs, wie unsere Bewegung durch unseren fluiden Körper geprägt wird. Im Fluss der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit entsteht ein Empfinden für Orientierung und feines Timing. Zelluläre Flüssigkeiten laden dazu ein, Grenzen und Durchlässigkeit zu erspüren. Der Lymphfluss unterstützt Loslassen und Weite. Diese inneren Strömungen und Rhythmen prägen, wie wir nachgeben, uns aufrichten, zurückfedern und uns im Tanz über gemeinsame Kontaktflächen neu organisieren.
In Duetten, Trios und im Ensemble bleibst du mit dir selbst verbunden, während du in einen physischen Dialog mit anderen trittst. Dieser Workshop bietet Raum für vertiefte körperliche Forschung, in der Tanz zu einer atmenden Landschaft wird: wellenartig, porös und reaktionsfähig. Eine Praxis von Präsenz und verkörperter Entscheidung, in der Konsens zentral ist und die es dir ermöglicht, mit Leichtigkeit, Neugier und Aufmerksamkeit zu arbeiten.
Ka Rustler
Als Mutter von zwei wunderbaren Kindern arbeitet Ka Rustler international als Künstlerin, Performerin und Vermittlerin. Sie erforscht, wie verkörperte Ansätze Kognition und neuronale Integration im Dialog zwischen Neurowissenschaften und Performance sichtbar und erfahrbar werden.
Seit über 35 Jahren ist sie zentrales Mitglied der Tanzfabrik Berlin und tief in der Contact-Improvisation-Community verwurzelt. Sie hat europäische Konferenzen, Austauschformate und Festivals mitorganisiert und mit Künstler*innen wie Chris Aiken, Ray Chung, Jess Curtis, Dieter Heitkamp, Lani Nahele, Steve Paxton, Kirstie Simson und Andrew Wass zusammengearbeitet.
Sie ist Mitglied von Cranky Bodies a/company und Mitbegründerin der Authentic Movement Research Group Unwinding the Body sowie von C.A.R.E., einem somatischen Trainingsprogramm an der Somatischen Akademie Berlin.
S.E.E. I. – somatically experimenting ensembles investigate – Andrew Wass
Termin
20.07.26, 19:00 – 21:00
Level
Open Level

Kursbeschreibung
Contact Improvisation wird häufig im Duett praktiziert, doch die zugrunde liegenden Prinzipien der Praxis eröffnen Werkzeuge und Perspektiven, die den gesamten Raum sowie alle Beteiligten einbeziehen. Dieser Kurs greift auf Nina Martins Ensemble Thinking™ und Mary Overlies Six Viewpoints zurück, um CI über das Duett hinaus zu erweitern. Diese Ansätze beschäftigen sich mit räumlichen, zeitlichen und kinetischen Beziehungen und bieten klare, zugleich flexible und präzise Leitlinien für Wahrnehmung und Komposition im Moment.
Andrew Wass
Mit einem Hintergrund in Biochemie (UC San Diego), einem MA in Solo/Dance/Authorship (HZT Berlin) und einem PhD in Tanz (Texas Woman’s University) verortet Andrew Wass seine Arbeit an der Schnittstelle von Philosophie, Kognitionswissenschaft und prozessorientiertem Bühnentanz.
Er arbeitete mit Künstler*innen wie Jess Curtis, Ray Chung, Scott Wells, Nancy Stark Smith, Nina Martin, Kirstie Simson, Ka Rustler und Chris Aiken. Er ist Mitglied des Lower Left Performance Collective (Marfa, Texas). Seine Arbeiten wurden u. a. im Danspace at St. Marks, Martin-Gropius-Bau und im Hamburger Bahnhof gezeigt.
wasswasswass.com
lowerleft.org
How to be Heavy – Laura Stokes
Termin
21.07.26, 19:00 – 21:00
Level
Open Level

Kursbeschreibung
Läuft unsere Beschäftigung mit „Leichtigkeit“ in der Contact Improvisation Gefahr, problematische gesellschaftliche Normen zu spiegeln — etwa die Bevorzugung von Leichtigkeit in Stimmung und Körperbildern?Ich bin mir nicht sicher. Sicher ist jedoch, dass die befriedigendsten Tänze für mich jene sind, in denen viel Gewicht geteilt wird — die „schweren“ Tänze.
Natürlich möchte ich meine Partner*innen nicht erdrücken oder von ihrem Gewicht überwältigt werden. Doch vielleicht können wir durch eine differenziertere Erfahrung von Gewicht ehrlichere, erfüllendere und spannendere Tänze entdecken.
Wir arbeiten mit physiologischen Zuständen und konkreten Techniken entlang von Kontinua wie:
Entschieden ~ Fragend
Abhängigkeit ~ Agilität
Rigidität ~ Gelöstheit
Plötzlichkeit ~ SequenziellesLinearität ~ Zentrifugalität
Fokussiert ~ Diffus
Fixiert ~ Adaptiv
Kollabiert ~ Aktiviert
Transparent ~ Opak
Laura Stokes
Laura Stokes fuhr vor 25 Jahren mit Steve Paxton zu ihrer ersten Jam und ist seitdem verliebt in Contact Improvisation. Sie arbeitete in vielen performativen und bewegungsbasierten Disziplinen und interessiert sich heute besonders für einen undisziplinierten, kunstvollen Zugang zum Leben im Körper.
Organic Interface – Elke Kalupar
Termin
22.07.26, 19:00 – 21:00
Level
Open Level

Kursbeschreibung
Dieser Kurs erforscht Interaktion durch Bewegung und verbindet Partnering, Contact Improvisation und Elemente des physischen Theaters. Wir arbeiten in Paaren und in größeren Gruppenkompositionen und nutzen Improvisation als zentrales Werkzeug.
Einige Abschnitte widmen sich dem Storytelling und integrieren Konzepte wie Bindung, Widerstand und Ablehnung. Andere untersuchen technische Hebungen und Tricks sowie die zugrunde liegenden Prinzipien von Gewichtsteilung und Unterstützung.
Teilnehmende sollten sich mit körperlichem Kontakt sehr wohl fühlen.
Elke Kalupar
Elke arbeitet als Performerin, Tänzerin und Lehrerin mit Schwerpunkt auf Partnering. Sie ist Gründerin von Akzeptanz Movement, einer Schule und Praxis, die zeitgenössisches Partnering, Gruppendynamik, Contact Improvisation und physisches Theater verbindet.
Credits for photos:
Headshot: A. Sophron
Danceshot: Vika Temnova
Composing while dancing – Eszter Kalóz
Termin
23.07.26, 19:00 – 21:00
Level
Open Level

Kursbeschreibung
Neben der direkten Berührung im Tanz — welche weiteren kompositorischen Elemente können uns leiten? Können wir den Raum einladen, Teil des Tanzes zu werden? Und die Zeit? Was sehen wir, wohin richten wir unseren Blick, und wie werden wir gesehen?
Dieser Workshop eröffnet ein Forschungsfeld, in dem wir unsere kompositorische Aufmerksamkeit und improvisatorische Strategien erweitern — hin zu einem Tanz, der engagierter, kreativer, ungewöhnlicher und vielleicht auch performativer wird.
Wir arbeiten mit dem, was bereits im Körper-Geist vorhanden ist. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, nur die Bereitschaft, Dinge anders auszuprobieren.
Eszter Kalóz
Eszter Kalóz ist Tänzerin, ganzheitliche Tanz- und Bewegungspädagogin, somatische Bewegungsbegleiterin und Yogalehrerin mit Sitz in Berlin.
Sie widmet sich dem Tanz als Lebenspraxis — als Kunstform, als Methode verkörperter Verbindung und als Weg, der Freude zu folgen. Ihre Arbeit basiert auf Studien der Tanzpädagogik, körpertherapeutischen Ansätzen und ganzheitlichen Bewegungsansätzen.
„Bewegung ist weniger etwas, das wir tun, als vielmehr etwas, das wir sind — und ein Vorbote dessen, was wir werden können.“ — Sonja Fraleigh
Musicality in Movement – Karthik Rajmohan
Termin
24.07.26, 19:00 – 21:00
Level
Open Level

Kursbeschreibung
Diese Klasse lädt Tänzer*innen dazu ein, ihre Improvisation zu vertiefen und zu entdecken, wie der Körper selbst im Kontakt zu einem musikalischen Instrument werden kann. Wir erforschen, wie musikalische Strukturen auf natürliche Weise oder durch bewusste Entscheidungen entstehen. Mithilfe von Improvisationsscores und Gruppenimprovisationen untersuchen wir dynamische Bewegungsqualitäten, die die Textur eines Tanzes prägen: schwingend, schwebend, vibrierend, getragen, perkussiv und kollabierend
Außerdem beschäftigen wir uns damit, wie wir Musik beim Tanzen interpretieren und erkunden unterschiedliche Beziehungen zum Klang: im Rhythmus bewegen, ihn dehnen oder verzögern, auf feine Klangtexturen reagieren oder bewusst gegen die Musik tanzen, um Kontraste und einen unerwarteten Dialog zwischen Klang und Bewegung zu erzeugen.
Durch das Spiel mit diesen Dynamiken und Hörweisen erforschen wir, wie Kontrast, Timing und Reaktionsfähigkeit einen Tanz bereichern können.
Karthik Rajmohan
Karthik Rajmohan ist Tänzer, Musiker und Yoga-Praktizierender, dessen Arbeit Tradition und Innovation verbindet. Er besitzt ein Diplom in Movement Arts vom Attakkalari Centre for Movement Arts (Bangalore, Indien), wo er in zeitgenössischem Tanz, Kalaripayattu, Bharatanatyam, Ballett, Körpertraining, Kunstgeschichte und Anatomie ausgebildet wurde.
Seine künstlerische Laufbahn nahm eine entscheidende Wendung, als er Contact Improvisation und Instant Composition entdeckte, die er während seiner Tanzausbildung kennenlernte und seitdem in den Mittelpunkt seiner künstlerischen und pädagogischen Praxis stellt. Als Teil der ersten Generation von CI-Praktizierenden in Indien spielte er eine wichtige Rolle bei der Einführung und Weiterentwicklung dieser Form über konventionelle Tanzräume hinaus.
Im Laufe der Jahre arbeitete er mit Tanzkompanien, Kunstkollektiven und sozialen Organisationen in Indien und Europa zusammen. Neben seiner performativen Arbeit entwickelte er eine eigenständige Lehrpraxis, die Bewegung, Präsenz und Gemeinschaft verbindet. Sein Engagement für Zugänglichkeit und Inklusion führte dazu, dass er CI in unterschiedlichsten Kontexten vermittelt und Bewegung als Werkzeug für Verbindung und Transformation nutzt.

