Taylor Unwin
Contemporary for Dancers
Training for Dancers
Bio
Unwin arbeitet als freiberufliche Tänzerin und Choreografin in Berlin. Ihre Interessen drehen sich um Körperlichkeit und Vorstellungskraft, während ihre künstlerische Praxis bildende und darstellende Kunst mit Somatik verbindet.
Zuvor lebte sie in Los Angeles und trat regelmäßig mit The Assembly Dance, Fabe Dance und der Bloc Talent Agency auf. Darüber hinaus wirkte sie in dem mit dem Oscar ausgezeichneten Experimentalfilm „Simulacra“, in „(antiquated) Augmented Reality“ beim Sundance Film Festival und im LACMA sowie in „Hive Rise“ mit Industry Opera im Geffen Contemporary am MOCA mit.
In Berlin arbeitet sie an freiberuflichen Performance-Projekten mit der KDV Performance Group und dem Sugar Army Collective. Kürzlich war sie als Künstlerin bei der Show der KDV Performance Group x Y3 im Rahmen der Paris Fashion Week im Palais Brongniart sowie in der Partenope-Oper am Teatro San Carlo unter der Regie von Vanessa Beecroft zu sehen. Im Rahmen ihrer weiteren choreografischen Entwicklung hat sie im Rahmen der Choreografie-Residenz des Bad Lemons Project sowie als Resident Choreographer für das Iowa Choreography Festival Werke geschaffen. Derzeit bietet sie ihre kreative Praxis durch Performances, Unterricht, Bewegungsregie und somatische Körperarbeit an.
Kursbeschreibung
Ich nenne meine vorgeschlagene Praxis „Morning Pages“ – eine körperbewusste, aber dennoch strenge und somatische Übung, die auf die Schreibpraxis anspielt, die uns hilft, Zugang zum Unterbewusstsein zu finden. Das Ziel meines Angebots ist es, anderen zu ermöglichen, mit dem zu arbeiten, was von Natur aus vorhanden ist, und durch Zuhören, Neugier und Ausdruck das, was hinter unserem Alltagsbewusstsein liegt, zum Vorschein kommen zu lassen.
Wir nehmen das, was sich mental, emotional und energetisch abspielt, nehmen es in uns auf, verarbeiten es und drücken es mit unserem Körper aus – auch wenn wir nicht verstehen, woraus es besteht –, und zwar mit Absicht. Wie bewegt es sich durch uns und wohin führt es? Wie wirkt sich dies zudem von innen heraus auf die Gruppe aus und welche Auswirkungen hat ein Zeuge?
Der Unterricht ist durch geführte Improvisation und vorgeschlagene Aufgaben strukturiert. In den meisten Sitzungen wird sich eine Choreografie herausbilden. Wir werden unser entscheidungsfreudiges Selbst im Rahmen choreografierter Strukturen und Bewegungen sowie deren möglicher Entwicklung erforschen.
Insgesamt möchte ich erreichen, dass die Teilnehmenden sich weich, geerdet und stärker mit ihrem wilden Selbst verbunden fühlen und nachdenklich über ihre Entscheidungen und Verbindungen zu anderen werden. Wir schaffen Raum, um ein breites Spektrum an Körperlichkeit, Anstrengung und Emotionen auszudrücken, wo wir auf unsere Grenzen stoßen, Zugang zu Katharsis finden und Befreiung erfahren.
Teaching Clip https://www.youtube.com/watch?v=tfzFhzzyJ6I